wortscheune.

"Sex, Musik und Prügeleien"

Kategorie: Erkenntnisse

Vergangenheitsbewältigung. Oder: Meine Evolution als Fussballfan

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Als Kind war ich Bayernfan. Ich komme aus einem Dorf in Hessen(!) mit ca. 900 Einwohnern und einem eigenen Bayernfanclub. Dies und entsprechende Vorliebe meiner Brüder legten hier wohl die Grundlage. Ich schlief in Bayernbettwäsche, besaß eine Bayernfahne und nach dem Champions League Sieg in 2001 kaufte ich ein das Heimtrikot der Folgesaison. Ich hatte die Rückennummer 21 von Alexander Zickler. Der hatte schließlich eine gute Saison hinter sich und er würde auf keinen Fall wechseln wurde mir gesagt. Er sollte kaum Spiele in der folgenden Saison absolvieren.
Ich war im Stadion als Klinsmann die Tonne trat und rannte weinend aus dem Haus als Schalke scheinbar als Meister feststand. Die Bayern 1 Berichterstattung des Freistoßes von Patrik Andersson in der Nachspielzeit verpasste ich.
In dieser Zeit änderten sich bereits die Vorlieben meiner Brüder. Während das Desinteresse im einen wuchs, kam der andere mehr und mehr in Kontakt mit den Ultras Frankfurt. Meine letzte Erinnerung als Bayernfan ist wohl das Spiel in Dortmund, zu dem mich mein Vater einmal mitnahm.
Im Laufe der Zeit muss ich dann wohl begriffen haben, dass der FCB doch nicht das Gelbe vom Fussballei ist. Meine erste Erinnerung an Sympathie gegenüber der SG Eintracht Frankfurt war ein Besuch der Commerzbank-Arena mit meinem Vater und meinem Patenonkel.
Wie es so ist, wächst „in der Ferne“ die Sympathie für die Heimat. So auch in meiner Zeit in Aschaffenburg die Begeisterung für die SGE. Hierbei ist vor allem das Pokalspiel gegen den Hamburg mit allen Begleiterscheinungen sehr gegenwärtig.
In Stuttgart kam neben ersten Auswärtsblockerfahrungen das 11Freunde-Abo hinzu und mit diesem der Beginn einer Entwicklung zum Fussballhipster. Mit regelmäßigem Konsum der Spielverlagerung und Schiedsrichterpodcasts, über ein Trikot des FC Viktoria Harburg (Flohmarkt Brüssel, 1€) bis hin zum Kauf der Pflichtlektüre Fever Pitch von Nick Hornby nahm die Entwicklung ihren Lauf. Mal sehen wies weiter geht…

Eigentlich wollte ich also nur erwähnen, dass ich mir gestern seit langem mal wieder ein Buch gekauft habe.

Trigger

Ich kann keinen Satz hören, der auf „festgestellt“ endet ohne ihn in meinem Kopf gemäß Dendemann zu vervollständigen:

“Wann hast du zum ersten Mal festgestellt 
das man sich heut gefälligst für den Besten hält?”

Dendemann – Das erste Mal

Reisedatenvolumen

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Da ich meinen Vertrag aus persönlicher Dummheit nicht gekündigt habe, muss ich nun im Juni an zwei Wochenenden in Deutschland mein komplettes Datenvolumen auf brauchen. Erster Schritt: 105MB in 4.5 Stunden Zugfahrt. Davon leben andere einen Monat lang.