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"Sex, Musik und Prügeleien"

Kategorie: Netz

Verschlüsselung in meinem Alltag

Für den Großteil meiner Freunde bin ich, trotz meiner beschränkten Fähigkeiten, der Nerd ihrer Wahl. Darauf aufbauend will ich einmal kurz aufschreiben was ich tue um meine Kommunikation zu verschlüsseln.

Mein größtes Problem dabei: Beide Seiten einer Konversation müssen bereit sein Verschlüsselung zu nutzen. Immer wieder bekomme auch ich den viel gehörten Satz "Ich hab doch nichts zu verbergen. Wieso sollte ich verschlüsseln?" zu hören. Allen, die mir das jemals gesagt haben und alle die dies vorhaben, möchte ich den TED Talk Why privacy matters! von Glenn Greenwald als Antwort geben. Dem kann ich nur noch hinzufügen, dass es ein wirklich gutes Gefühl ist Nachrichten zu schreiben die nur der gewünschte Empfänger lesen kann.

Die Electronic Frontier Foundation hat unter Surveillance Self Defense eine schöne Sammlung von Informationen und Tutorials wie man sich schützen kann. An diesen Tutorials hab ich mich auch orientiert und gemerkt, dass es kaum Aufwand bedeutet und wirklich wichtig ist.

Was ich bei all der Ablehnung nicht verstehen kann: Es ist mit nicht viel Aufwand zumindest Teile der Kommunikation zu verschlüsseln. Aber schon fünf Minuten und zwei Euro sind den meisten zu viel Investition um eine Alternative zu What's App zu erhalten.

Was tue ich nun?

  • Zunächst sind die Speicher meiner Geräte verschlüsselt. In beiden meinen Betriebssystemen OS X 10.10 und Android 5.0.1 ist das jeweils nur ein Haken den man in den Einstellungen setzen muss.
  • Auf dem Smartphone versuche ich alle Nachrichten mit Threema zu senden. Dieser Dienst läuft auf allen gängigen Betriebsystemen und kostet einmalig 2€. Für die, die sich hier beschweren: So viel kostet ein Kaffee. Oder 1/3 Schachtel Zigaretten. Und ausserdem wollen auch Menschen von ihrer Arbeit leben. Falls ihr mich dort finden wollt: Meine Threema ID ist XKUDNHPB. Nun ist WhatsApp von Android zu Android mitlwerweile auch verschlüsselt – die Metadaten gehören Facebook jedoch immernoch. Das reicht ihnen um daraus Profit zu schlagen.
  • Meine Emails möchte ich mit pretty good privacy (PGP) verschlüsseln. Diese stellt wohl die stärkste Verschlüsselung da. Ich bin hier wieder dem Tutorial der EFF gefolgt, dass es natürlich auch für Windows gibt.Erklärungen gibts zu genüge. Für alle, die mir eine etwas schreiben wollen, meine KeyID: 0xA9BED854
  • Um Chats vom Laptop aus zu führen bin ich nun gerade dabei OTR (off-the-record) einzurichten. Hiermit ist es möglich uA FacebookChats zu verschlüsseln und vor allem Jabber zu nutzen. Ich fürchte nur, dass sich hierbei nicht genug Menschen finden, die sich hierfür erwärmen lassen.

ALSO: Tut mir und euch den Gefallen und verschlüsselt – weil es niemanden etwas angeht!

Ach ja: Auslöser dieses Artikels war, dass Citizenfour den Oscar für den besten Dokumentarfilm gewonnen hat. Ich hab ihn schon auf dem 31C3 gesehen – sehr empfehlenswert!

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Puste lässt sich Knochenmark spenden.

Lukas hat septische Granulomatose. Das wusste ich schon eine ganze Weile. Ich wusste allerdings nicht was das wirklich ist. Nicht alleine deswegen trifft es sich gut, dass er eine Knochenmarktransplantation erhält. Im Zuge derer hat er sich entschlossen ein Blog zu starten. Unter baddabu.wordpress.com schreibt er von seiner Krankheit, den Folgen und der anstehenden Behandlung. Er hat es vor zwei Tagen gestartet und schon mehr sinnvolles geblogt als ich in drei Jahren.
Du schaffst das Keule!

Instagram

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Ich bin nun auch seit einiger Zeit im Besitz eines Smartphones. Da ich keine Lust hab mir ständig die Mühe zu machen diese Bilder hier hochzuladen und ich hier auch eine analoge Ecke erhalten will, hab ich mir einen Instagram-Account geklickt. Ab sofort bin ich also auch unter
http://instagram.com/wortscheune zu erreichen. Ich freue nich über Besucher!